Lautstark und nicht gerade zufällig zum gleichen Zeitpunkt, an
dem die stadtverordneten im Ratssaal tagten, machten die Jugendlichen
und Betreuer vom "Klab" am vorigen Dienstag auf sich aufmerksam. Genau
vor dem Rathaus luden sie ihre Musikanlage aus, stellten die
mitgebrachten Möbel aus dem Jugendclub auf die Strasse und begannen zu
tanzen. Unweit davon hatten sie ihre Hüpfburg aufgebaut, auf der die
Kids ausgelassen tobten. Daneben gab es noch einen Infotisch, einen
Kickertisch sowie eine Buttonmaschine, an der Anstecker mit
Aufschriften wie "Mehr Personal", oder "Mehr Geld für die Jugendlichen"
entstanden.
Sinn der Aktion war ein Protest gegen die ungenügende
Finanzierung der Jugendarbeit im "Klab". Der Jugendtreff im Beelitzer
Tor 10 in Luckenwalde ist eine Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe,
die vom parteiunabhängigen Kinder- und Jugendverband "Die Falken"
getragen wird. "Das Interesse der Jugendlichen am "Klab" ist seit
Herbst 2009 kontinuierlich gestiegen", erzählt Klubleiter Marc Brandt.
"An einigen Tagen sind es bis zu 40 Kinder und Jugendliche im Alter
zwischen 13 und 22 Jahren, die die Einrichtung besuchen. Deren
Betreuung, die Pflege von Haus und Garten sowie Verwaltungstätigkeiten
sind mit 30 Wochenstunden nicht zu leisten", sagt der Sozialarbeiter,
der seine Überstunden schon kaum noch zählen kann. Ihm zur Seite steht
Steffen Göths aus Woltersdorf, der bis Ende August ein Freiwilliges
Soziales Jahr im KLAB absolviert. Dazu kommt viel ehrenamtliches
Engagement der Mitglieder des Trägerverbandes. Doch der Wunsch der
Jugendtreffnutzer nach längeren Öffnungszeiten kann so leicht nicht
erfüllt werden. "Eine echte Lösung der problematischen Situation kann
nur die Schaffung einer zweiten professionellen Stelle sein", sagt Marc
Brandt. Denn weder FSJler noch Praktikanten können eine solche Stelle
ersetzen. Noch weniger dürfen sie als billige Arbeitskräfte gesehen
werden, die Aufgaben erledigen, die der Sozialarbeiter nicht schafft.
Die Bereitstellung einer zweiten Personalstelle, so der Klubleiter, ist
eine wichtige Investition in die Jugendbetreuung, von der alle nur
profitieren könnten. Davon sind auch die Jugendlichen überzeugt und
waren am Protesttag voller Engagement. Mit Informations-Flyern und
Buttons "bewaffnet" wollten sie die offizielle Bürgersprechstunde nach
der Stadtverordnetenversammlung nutzen, um auf das Problem aufmerksam
zu machen. "Doch als wir fünf Minuten nach fünf ins Rathaus kamen,
sagte man uns, dass diese schon vorbei wäre", bedauert Marc Brandt.
Trotzdem ergriffen die Jugendlichen die Gelegenheit Flyer zu verteilen.
Anschließend malten sie ihre Anliegen noch mit Kreide auf den
Rathausvorplatz.
Bleibt zu hoffen, dass die Aktion wenigstens einen Anstoß in die richtige Richtung gegeben hat.
Protestnachmittag am Rathaus
Märkische Allgemeine - 29.07.10 - Eileen Wenzel
Jugendliche der Freizeiteinrichtung Klab bauen einen Freiluft-Klub auf und fordern eine zusätzliche Personalstelle
LUCKENWALDE -
„Gegen das Kaputt-Sparen der Jugendarbeit“ lautete das Motto, unter dem
Jugendliche der Luckenwalder Freizeiteinrichtung Klab in Trägerschaft
der Falken am Dienstag im Stadtzentrum auf sich aufmerksam machten. Der
Boulevard neben dem Rathaus wurde zum Freiluft-Jugendklub. Musik tönte
schon von weitem aus den Lautsprecherboxen, mitten auf der
Fußgängerzone waren Couch und Sessel aufgebaut, eine Tanzgruppe des
Klab gab Proben ihres Könnens, an Tischtennisplatte oder Kicker konnte
man sich betätigen.
Grund für diese fröhlichen Aktivitäten war die
Sorge um die künftige Jugendarbeit. „Wir protestieren gegen die
miserable Finanzierung der Jugendarbeit“, sagte Klab-Leiter Marc
Brandt. Das größte Problem im Klab sei die Personalsituation. „Ein
Mitarbeiter mit 30 Stunden pro Woche reicht nicht. Wir fordern
häufigere Öffnungszeiten, ohne dass sich die Ehrenamtlichen so sehr
abrackern, dass sie Arbeit, Ausbildung oder Studium vernachlässigen“,
heißt es in einem Infoblatt des Klab. Die jungen Leute fordern eine
Sozialarbeiterin als Unterstützung – „und zwar nicht für einen
Dumpinglohn, sondern nach Tarif bezahlt“. Hintergrund ist die Tatsache,
dass der Kreis eine bestimmte Zahl an Jugend- und Sozialarbeiterstellen
finanziert und die Stadt sich grundsätzlich positionieren muss.
Man hatte bewusst die Zeit vor der
Stadtverordnetensitzung gewählt. Die gewählten Volksvertreter sollten
auf die Probleme des Klab aufmerksam werden. Paul Benjes verteilte am
Rathauseingang Informationsmaterial. Stadtverordneter Thomas Herold
(SPD) befürwortete die Aktion der jungen Leute. „Ich gehörte selbst mal
zu den Falken. Ich finde ihre Aktion super, auch wenn ich noch keine
Lösung für das Problem habe“, sagte er.
Auch Manfred Thier (Linke) steht hinter den
jungen Leuten: „Eine Dreiviertelstelle bedeutet, dass immer etwas auf
der Strecke bleibt, und so eine Stelle kann nicht von einem
Zivildienstleistenden ausgefüllt werden. Unsere Fraktion hat schon
lange auf das Problem aufmerksam gemacht, die Stadt muss Position
beziehen.“ Die öffentliche Fragestunde in der Stadtverordnetensitzung
verpassten die Jugendlichen um eine Minute. Doch sie nutzten die Zeit,
um den Rathausvorplatz mit Kreide zu bemalen. „Helft dem Klab“ und
„Jugendarbeit braucht Personal“ war unter anderem zu lesen.
Eine Nacht der Filme
Märkische Allgemeine - 23.07.10 - Eileen Wenzel
Junge Produzenten stellen ihre Arbeiten im Luckenwalder Jugendzentrum KLAB vor
Luckenwalde
| Zu einer "Self-Made-Movie-Night" - einer selbst gemachten Filmnacht -
hatte das Luckenwalder Kinder- und Jugendfreizeitzentrum KLAB für
Mittwoch eingeladen. Wilkommen waren diejenigen, die einen eigenen Film
gedreht haben, und dijenigen, die sich dafür interessieren und so mit
den Machern ins gespräch kommen wollten.
Organisiert wurde die
Nacht der Filme von Steffen Göths. Er absolviert seit dem vergangenen
Jahr im KLAB sein Freiwilliges Soziales Jahr. Während seiner Schulzeit
am Friedrich-Gymnasium wurden im Fach Darstellendes Spiel Filme
gedreht, so auch "Plan B - Gelegenheit macht Diebe". Dieser wurde zum
Abiball 2009 vorgespielt und so auch an diesem Abend. "Zuerst
erarbeiten wir uns einen Plan, überlegen uns, wen wir ansprechen wollen
und was uns selber interessiert. Dann greifen wir zu Videokamera",
erzählte Steffen Göths. Das alles dauert Zeit, und bis so ein Film
fertig ist, sitzen die Produzenten nächtelang am Computer, scheiden ihn
zusammen, passen den Ton an und hinterlegen das Ganze mit Musik.
Ein
weiterer 15-Minuten-Dokumentationsfilm kommt von Klubleiter Marc
Brandt. "Es ist ein Film über die Residenzpflicht", sagte Brandt.
Flüchtlinge, die in einem Landkreis Asyl bekommen, dürfen diesen nicht
verlassen. Die Filmemacher haben den Spieß umgedreht und an der Grenze
zwischen Berlin und Oberhavel Passanten angesprochen, die eine
Genehmigung beantragen müssen, um den Landkreis verlassen zu können.
Wie vielfältig die Antworten waren, wie erstaunt und auch glaubhaft
manche reagierten, zeigte der Film.
Den längsten FIlm zeigte
Aaron Rebell. Er kommt aus Berlin und studiert an der
Humboldt-Universität Geschlechterstudien und hat in diesem Zusammenhang
mit seinen Mitstreitern den Film "Geschlecht im Spiel" gedreht. "Neun
Menschen, neun Bühnen, ein Thema - neun Entwürfe und der Auftritt im
Alltag. Kommt mit auf eine Reise in die Welt weiblicher Männlichkeiten
und männlicher Weiblichkeiten und sich verändernder Identitäten. Ein
Dokumentarfilm, unterwegs in Berlin zwischen Theater und Performance,
Alltag, Subversion und der Frage nach der Inszenierung von Geschlecht",
heißt es in der Filmbeschreibung.
"Wir waren in der Queerszene in
Berlin unterwegs, eineinhalb Jahre dauerte das Projekt und uns war der
Bezug zum Alltag wichtig", so Aaron Rebell. Klischees werden gebrochen.
Was ist normal und was ist richtig? Diesen Fragen wollte man auf den
Grund gehen und die Antworten finden sich in dem Film. "Es gibt
bestimmt Leute, die auch mal einen Film drehen wollen. Wir diskutieren
untereinander und tauschen Erfahrungen aus", so Rebell.
Tolle Filmnacht im KLAB
Wochenspiegel - 21.07.10
Luckenwalde (WS). Filmfans aufgepasst: Am heutigen Mittwoch, dem 21.Juli veranstaltet der Luckenwalder
Jugendtreff KLAB ab 19 Uhr eine Self-Made-Movie-Night. Dabei werden neben
Eigenproduktionen von Luckenwalder Jugendlichen
Luckenwalde. Am Mittwoch, dem 21.07. veranstaltet der Luckenwalder
Jugendtreff KLAB ab 19 Uhr eine Self-Made-Movie-Night. Dabei werden neben
Eigenproduktionen von Luckenwalder Jugendlichen wie "Plan B - Gelegenheit
macht Diebe"
Luckenwalde/Petkus Der Erlebnispädagoge Michael Kreyenborg wird in
einem Wald bei Petkus eine Seilrutsche und Baum-Klettern anbieten. Die
Kinder und Jugendlichen können sich auf eine professionelle Sicherung
verlassen.
Los geht es am freitag, dem 28. Mai um 15:30 Uhr am Jugendtreff KLAB
in Luckenwalde. Eine Anmeldung, bei Unter-18-Jährigen eine Einwilligung
der Eltern, ist erforderlich -
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oder
telefonisch 03371-632124.
Am Freitag der darauf folgenden Woche, am 04. Juni, findet auf dem Gelände vom KLAB der Abschluss der Aktion statt.
Dort ist von 14 bis 20 Uhr Mithilfe beim Bau einer Grill- und
Feuerstelle gefragt. Außerdem wird Pfeil- und Bogenschießen angeboten.
Viel Aktion in den Ferien
Freizeitzentrum Klab lädt zum Outdoor-Training
Wochenspiegel - 14.04.10
Luckenwalde (ik). Die Kids und Teens, die regelmäßig den Klab in
Luckenwalde besuchen, durften sich in den jüngsten Ferientagen über ein
buntes Programm an Veranstaltungen freuen. Bei der Vielzahl an Angeboten
war es nicht schwierig, für jeden das Passende herauszufinden. In den
ersten Tagen standen eine Disco und Hip-Hop-Streetdane auf dem Plan. Am
8.April ging es auf die Kegelbahn, wo jeder zeigen konnte, was er daruf hat.